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Jeder Führerscheinaspirant hat es in der Hand, für seine persönliche Sicherheit etwas Besonderes zu tun:
Man muss sich eine qualifizierte Fahrschule aussuchen. Wer dabei nur nach dem Preis schielt, macht einen großen Fehler: die Dienstleistung "Fahrunterricht" lässt sich mit anderen nicht ohne weiteres vergleichen. Einen ranzig schmeckenden Hamburger wirft man weg. Man ärgert sich kurz, verdirbt sich vielleicht den Magen, aber weiter ist nichts passiert. Doch ein zweites Mal geht man dort nicht hin. Eine schludrige Fahrausbildung aber - und das gibt es leider auch - kann der Anfang einer verhängnisvollen Entwicklung sein. Verkehrssicherheit hat ihren Preis. VerkehrsUNsicherheit jedoch einen sehr viel höheren.
Deshalb sollten sich angehende Fahrschüler vor der Wahl ihrer Fahrschule sorgsam erkundigen statt nur auf reißerische Werbegags zu achten:
- Was berichten Freunde und Bekannte über die Fahrschulen im näheren Umkreis?
- Ist es eine Fahrschule mit Stil, auch vom äußeren Erscheinungsbild her?
- Sind Unterrichtsraum und Fahrzeuge gepflegt?
- Wird ein schriftlicher Ausbildungsvertrag abgeschlossen, aus dem alle Konditionen, Leistungen
und Preise hervorgehen?
- Sind die Allgemeinen Geschäftsbedingungen gut sichtbar ausgehängt?
- Sind die Mitarbeiter der Fahrschule höflich, geduldig und ruhig?
- Sind mehrere Aushilfsfahrlehrer beschäftigt, so dass ein häufiger Lehrerwechsel in Kauf genommen werden muss (was sich meist ungünstig auf das Lernen auswirkt)?
- Wird der theoretische Unterricht mindestens zweimal pro Woche angeboten, so dass das gesamte Unterrichtsprogramm in höchstens 7 Wochen durchgenommen werden kann?
- Ist es möglich, vor Vertragabschluss unverbindlich einmal am Theorieunterricht zur Probe teilzunehmen (Schnupperstunde)?
- Ist der theoretische Unterricht interessant und lehrreich gestaltet?
- Werden an Stelle des Theorieunterrichts nur Fragebögen gepaukt?
- Werden beim theoretischen Unterricht moderne Hilfsmittel benutzt, wie Video, DVD, CD1, PC-Lehrsysteme usw.?
- Geht der Fahrlehrer auf die Fragen seiner Schüler ein oder spult er nur sein Standardprogramm ab?
- Sind die Fahrlehrer überlastet, so dass man nur in großen Abständen Fahrstunden bekommen kann? (Dies verlängert die Ausbildung und erhöht die Stundenzahl.)
- Muss ein häufiger Fahrzeugwechsel in Kauf genommen werden? (Was sich auf den Lernfortschritt ebenfalls ungünstig auswirkt.)
- Wird rechtzeitig vor der praktischen Prüfung eine Testfahrt durchgeführt und deren Ergebnis gut besprochen, so dass ich über meine Prüfungsreife informiert bin und etwa noch vorhandene Defizite richtig einzuschätzen vermag?
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